Wildkräuter kann jeder!

Aktualisiert: 17. März 2021

In meinem zweiten Blogbeitrag geht es um meine zweite Leidenschaft neben dem Reisen. Es geht um meine Liebe zur Natur und ganz speziell um die Liebe zu den Pflanzen.



Sie erfreuen uns nicht nur mit ihren schönen Formen und Gestalten, wenn wir uns an der frischen Luft bewegen, sondern sie stehen uns auch helfend zur Seite. Sie nähren uns mit ihren Inhaltsstoffen und heilen unsere Krankheiten und Beschwerden.


Als Kind habe ich die Nase gerümpft, wenn meine Oma mich von ihrem Ringelblumentee kosten lies. Es war also eher eine Liebe auf den zweiten Blick.


Erst Mitte Zwanzig lockte mich der Ruf der wild wachsenden Pflanzen. Bis dahin habe ich nur kultivierte Kräuter aus dem eigenen Garten verwendet und getrocknet. Immer öfter fragte ich mich, was da nebenbei sonst so wächst in unserem Garten. Die Neugier und das Interesse an den unbekannten Kräutern wurde immer größer.

Eines Tages kam eine Autorin eines Wildkräuterbuches in unseren Heimatort und präsentierte ihr neues Buch mit dem Titel "Wildnisapotheke". Ihre Geschichten zu den Anwendungsgebieten und Wirkungen von Wildkräutern und traditionellen Heilanwendungen ließen mir fast keine andere Wahl, als tiefer in dieses Thema einzutauchen. Von Jahr zu Jahr sammelte ich mehr und mehr Wissen in Seminaren an und erkannte immer mehr Pflanzen vor meiner Türe. Als ich dann sah, welche Schätze vor unserer Nase wachsen, ganz ohne unser Zutun, konnte ich es nicht mehr mit ansehen, wie wir diesen Schatz links liegen lassen. Es kommt noch schlimmer! Viele diese nährstoff- und wirkstoffreichen Pflanzen reißen wir aus, weil wir es für Unkraut halten.

Doch in diesen Pflanzen steckt so viel Wertvolles, dass zu uns kommt, weil es gut für unsere körperliche und seelische Gesundheit ist. Es könnte wirklich einfach sein. Um diese Pflanzen bedenkenlos verwenden zu können, brauchen wir nur einen Schlüssel.


Was könnte der Schlüssel zu diesem verschlossenen Paradiesgarten vor unserer Nase sein?

Diese Frage ist für mich ganz leicht zu beantworten. Das Wissen unserer Vorfahren ist der Schlüssel dazu. Wildkräuter wurden Generation für Generation als Nahrung und als Heilmittel verwendet. Die Anwendung war also bestens erprobt. Überliefert hat sich nur, was Wirkung zeigte.

Schon Hippokrates von Kos sagte vor über 2000 Jahren Folgendes:

Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.


Die Inhaltsstoffe von Wildpflanzen sind noch viel höher und vielfältiger als z.B. in unseren kultivierten Gemüsesorten. Ein tolles Beispiel sind die Bitterstoffe. Wir schmecken nicht gerne bitter, deswegen wurden die Bitterstoffe aus vielen Pflanzen in Züchtungen reduziert. Sehr schade, denn Bitterstoffe in unserer Nahrung wären sehr wichtig für unser Verdauungs- und Immunsystem, dass durch sie angeregt wird. Und damit die Rezeptoren auf unserer Zunge nicht ganz verschwinden, weil sie nicht benötigt werden, essen wir am besten wieder Nahrungsmittel mit Bitterstoffen. Die findet man ganz einfach. Im Frühling bestimmt auch vor deiner Haustüre? Das glaubst du mir nicht? Oder hast du jetzt Bedenken, dass du die Pflanze womöglich nicht erkennst?

Keine Sorge! Ich traue mich sogar mit dir zu wetten, dass du diese beiden Pflanzen, die ich gerne als Beispiel verwende, ganz einfach erkennst. Ganz ohne Wildkräutervorwissen.

Du überlegst bestimmt gerade, was das sein könnte. Ich möchte dich nicht zu lang auf die Folter spannen. Bitterstoffe sind z.B. im Löwenzahn und im Gänseblümchen enthalten.

Siehst du, Wildkräuter kann jeder! Wildkräuter kennt schon jedes Kind! Und ja, Gänseblümchen kann man essen.


Und was genau sind nun alles Wildkräuter?

Als Kraut bezeichnet man lt. Duden all jene Pflanzen, deren oberirdische Teile nicht verholzen.

Ich befasse mich allerdings nicht nur mit Wildkräutern, sondern auch mit Bäumen, Pilzen, Harzen, usw. und auch mit kultivierten Kräutern. Also eigentlich mit allem was da draußen vor unserer Tür in der Natur wächst und gedeiht.


So und jetzt gibt es eigentlich keine Bedenken mehr, mit der Verwendung von Wildkräutern zu beginnen, oder?

In den nächsten Wochen findest du auf meiner Website und auf meinem Instagram Kanal einen Online Kurs zum Einstieg in das Thema mit allen Basics, einfachen Pflanzen und Nützlichem für den Beginn. Nach und nach kommen dann noch viele weitere Seminare zu den Themen Kräutertees, Wildkräuterküche, Frauenkräuter, uvm. Und hoffentlich können wir dann auch gemeinsam bald eine Kräuterwanderung machen. Ohne Zoom, offline und ganz real.


Lass uns gemeinsam mehrsehen!


Alles Liebe

Bernadette



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